Festpunkte bilden die Grundlage für einen dauerhaft gesicherten, qualitativ hochwertigen Raumbezug. Sie werden mit einer hohen Genauigkeit mittels geodätischer Messverfahren bestimmt.
Je nach Funktion werden bundesweit einheitlich folgende Festpunkte unterschieden:
- Geodätische Grundnetzpunkte
- Höhenfestpunkte
- Schwerefestpunkte
- Referenzstationspunkte für die Satellitenpositionierungsdienste des SAPOS
Die Festpunkte werden im jeweils aktuellen Bezugssystem geführt und im Amtlichen Festpunkt-Informations-System (AFIS) nachgewiesen.
Darüber hinaus werden landesspezifisch weitere Festpunkte geführt und bereitgestellt. Im AdV MetadatenInformationsSystem können weitere Informationen zu den Festpunkten und deren Bezugsbedingungen recherchiert werden.
Geodätische Grundnetzpunkte repräsentieren den geodätischen Raumbezug mittels einer unterirdischen 3D-Vermarkung. Für diese sind hochpräzise Lage-, Höhe- und Schwerewerte verfügbar.
Höhenfestpunkte bilden die Grundlage für Höhenvermessungen und sind meist durch Mauerbolzen an stabilen Bauwerken vermarkt. Höhenfestpunkte sind ein wichtiges Produkt der amtlichen Landesvermessung, da sie im Besonderen für zahlreiche bautechnische Anwendungen benötigt werden.
Schwerefestpunkte sind Festpunkte, für die die Schwerebeschleunigung der Erde sehr genau bestimmt wurde. Diese variiert abhängig von der Position auf der Erde und aufgrund von unterschiedlichen Massenverteilungen im Untergrund. Die Schwerebeschleunigung setzt sich aus der Gravitation (Massenanziehung der Erde) und der Zentrifugalbeschleunigung der Erdrotation zusammen.
Referenzstationspunkte für die Satellitenpositionierungsdienste vergleichen ihre bekannte Postion mit den von Satelliten berechneten Positionen und ermitteln daraus Korrekturwerte
Radarpasspunkte dienen als Passpunkte für die Referenzierung satellitengestützter Radarmessungen