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Bundesministerien

Bundesministerium des Innern

Das Bundesministerium des Innern (BMI) fördert die Bereitstellung von Geoinformationen, informiert über ihre Einsatzmöglichkeiten, treibt die Nutzung von Geoinformationen und entsprechender Standards voran und übernimmt die koordinierende Funktion zwischen den Akteuren im Geoinformationswesen innerhalb der Bundesverwaltung, unter anderem durch den Interministeriellen Ausschuss für Geoinformationswesen (IMAGI) sowie im Austausch mit den Ländern, zum Beispiel im Rahmen der AdV und der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE). Es führt die Fachaufsicht über das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG), dem zentralen Dienstleister des Bundes und Kompetenzzentrum für Geoinformation und geodätische Referenzsysteme.

Das BKG befasst sich mit der Erfassung und Datenhaltung sowie der Analyse und Kombination von Geodaten bis hin zu deren Bereitstellung und Nutzung in Anwendungen. Die Arbeit des BKG dient insbesondere den Bundeseinrichtungen. Es profitieren darüber hinaus auch die öffentliche Verwaltung von Ländern und Kommunen sowie Wirtschaft, Wissenschaft – und fast jeder Bürger in Deutschland. Experten aus den verschiedensten Bereichen wie Verkehr, Katastrophenvorsorge, Innere Sicherheit, Energie und Umwelt verwenden Geodaten, Landkarten, Referenzsysteme, Service- und Informationsdienste sowie Anwendungen des BKG für ihre Arbeiten.

Das BKG erfüllt, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit den Ländern, insbesondere nachstehende Aufgaben auf dem Gebiet der Geoinformation und der Geodäsie:

  • die Bereitstellung, Bearbeitung und Darstellung von aktuellen analogen und digitalen topographisch-kartographischen Informationen sowie die Fortentwicklung der dafür erforderlichen Verfahren und Methoden,
  • die Bereitstellung und Laufendhaltung der geodätischen Referenznetze der Bundesrepublik Deutschland und
  • die Vertretung der Interessen der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der Geodäsie und der Geoinformation im internationalen Bereich.

Bundesministerium für Verkehr

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) ist seit 1950 Mitglied der AdV. Referat DP23 koordiniert die vielschichtige Nutzung der Geobasisinformationen der Länder in seinem Geschäftsbereich mit mehr als 17 Oberbehörden und den Know-How-Transfer aus den Vermessungseinheiten des „nassen Bereichs“ in die AdV.

  • Die Wasserstraßen- und Schi􁂇fahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ist für die verkehrliche und wasserwirtschaftliche Unterhaltung der Bundeswasserstraßen (ca. 7.300 km Binnenwasserstraßen und ca. 17.800 km² Seewasserstraßen) zuständig. Neben den Unterhaltungsp􀃀ichten obliegt der WSV die Verkehrssicherungspplicht an Bundeswasserstraßen. Der Fachbereich Vermessung / Geoinformation liefert unter anderem georeferenzierte Daten, aufbereitet zu nutzerorientierten Produkten, beispielsweise über Wassertiefen und die Topographie des Gewässerbettes. Bundesweit werden amtliche Vermessungsaufgaben durchgeführt, die eine enge Abstimmung in der AdV erfordern. Die WSV hält entlang der Wasserstraßen ein eigenes Grundlagennetz (Lage- und Höhenfestpunkte) vor und führt digitale Kartenwerke, deren Inhalte in die Fortführung des ATKIS®- Basis-DLM einfließen: die Inland ENC (Navigationskarte für die Binnenschi􁂇fahrt) und die Digitale Bundeswasserkarte (DBWK), das Grundkartenwerk der WSV im Maßstab 1 : 2.000. Darüber hinaus liefert das „Verkehrsnetz WSV“ wichtige Informationen über Verlauf und Kilometrierung der Bundeswasserstraßen.
  • Für den seewärtigen Bereich nimmt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Seevermessung in der deutschen Nord- und Ostsee als den meist befahrenen Gewässern der Welt wahr. Seevermessung und Seekartographie liefern notwendige Grundlagen für den Umweltschutz, die Errichtung von Offshore-Anlagen, den Küstenschutz und den Wasserbau. Das Vermessungsgebiet des BSH umfasst eine Fläche von etwa 57.000 km², was einem Sechstel der Landfäche Deutschlands entspricht. Dieses wird in einem Seekartenwerk mit etwa 317 Datensätzen für elektronische Seekartensysteme sowie 139 Seekarten in Papierform dargestellt. Darüber hinaus werden umfangreiche Datenbestände über den aktuellen und historischen chemischen, physikalischen und biologischen Zustand der Wassersäule im deutschen Küstenmeer sowie operative Informations- und Vorhersagedienste für den Wasserstand, die Gezeiten sowie Seegang und Drift über ein internetbasiertes Geodatenportal als maritime Komponente der GDI-DE angeboten.
  • Das Referat „Geodäsie und Fernerkundung“ der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) berät das BMV und unterstützt die WSV aktuell in den Aufgabenfeldern Geodätische Messnetze und Ingenieurgeodäsie, Gewässervermessung, Geotopographie und Fernerkundung. Für die fachwissenschaftliche Beratung sind im Rahmen angewandter Forschung und Projektausführung erforderliche Spezialkenntnisse vorhanden. Eine intensive Zusammenarbeit mit universitären und sonstigen Forschungseinrichtungen findet in diesem Kontext statt, um einen Beitrag zur Ressortforschung zu leisten. Analog der maritimen Komponente im BSH-Geodatenportal betreibt die BfG unter Federführung des Referats „Geodatenzentrum, WasserBLIcK, GRDC“ ein Geoportal mit Fokus auf die nationalen Binnengewässer. Neben den obligatorischen Funktionen der digitalen Vernetzung der Welt der Geodaten bietet das Geoportal den Zugang zu relevanten, bundesweit harmonisierten Daten der Wasserwirtschaftsverwaltungen in Deutschland.
  • Darüber hinaus ist das BMV innerhalb der Bundesregierung federführend für das Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“ der Europäischen Union tätig. 

Alle Dienststellen und Oberbehörden arbeiten eng mit den Vermessungsverwaltungen der Bundesländer und in den AdV-Arbeitskreisen zusammen. Schwerpunkte sind der Austausch von Informationen bezüglich Topographie, Informationstechnik und Raumbezug sowie die Nutzung der SAPOS®-Dienste, insbesondere im Empfangsbereich über See.

Bundesministerium der Verteidigung