Für die Umrechnung von Koordinaten zwischen unterschiedlichen Bezugssystemen werden verschiedene Parameter verwendet, die die Lage und Orientierung der Systeme zueinander beschreiben. Eine Transformation ist immer dann notwendig, wenn Geodaten in unterschiedlichen
3-D Koordinatensystemen vorliegen und zusammengeführt oder verglichen werden sollen.
Im Vermessungswesen wird zur Koordinatentransformation normalerweise die Helmert-Transformation verwendet, welche mit 7 Parametern die Verschiebung, Drehung und Skalierung zwischen den Systemen beschreibt.
- Verschiebungen (3 x Translationsparameter) Verschiebung des Ursprungs eines Systems entlang der x-, y- und z-Achsen zum Ursprung des Zielsystems.
- Drehungen (3 x Rotationsparameter) Drehwinkel um die drei Achsen, um die Ausrichtung der Systeme anzupassen.
- Maßstab (1 x Skalierung) Anpassung der Maßstäbe, falls die Systeme unterschiedliche Längeneinheiten oder Skalierungen haben.
Wegen des dynamischen Erdsystems und der heutzutage erreichbaren Messgenauigkeiten müssen die 7 Transformationsparameter um zeitliche Komponenten ergänzt werden. Diese insgesamt 14 Transformationsparameter werden aus dem permanenten Monitoring des Referenzstationsnetzes in Deutschland (RSN-Monitoring) gewonnen, regelmäßig aktualisiert und veröffentlicht.