Universale-Transversale-Mercator-Projektion (UTM-Abbildung)

Aufgabe

1995 hat die AdV beschlossen, für das neue bundeseinheitliche Koordinatenreferenzsystem ETRS89, UTM als zugehöriges Koordinatensystem einzuführen. Der Hauptgrund für diese Wahl war neben der internationalen Verbreitung, die Möglichkeit doppelt so große Streifen (Zonen) zu verwenden wie im GK-Koordinatensystem und damit die Anzahl der Zonen zu reduzieren. Für die relativ große Ost-West-Ausdehnung der Bundesrepublik Deutschland ist die UTM-Abbildung aufgrund der geringeren Anzahl von Meridianstreifen deswegen sehr geeignet.

Definition

Das UTM-Koordinatensystem ist wie das GK-Koordinatensystem eine konforme Querzylinderprojektion, unterscheidet sich im wesentlichen aber dadurch, dass die Mittelmeridiane nicht längentreu abgebildet werden, sondern zur Minimierung der Längenverzerrungen im Streifensystem mit einem Maßstabsfaktor von 0,9996 projiziert wird.
UTM ist durch folgende Konventionen definiert:
- Konforme, transversale Mercatorabbildung in Bezug auf GRS80,
- rechtwinklige Koordinaten in 6° breiten Meridianstreifen,
- Mittelmeridiane sind die Meridiane 3° (Zone 31), 9° (Zone 32) und 15° (Zone 33) östlich Greenwich für die Bundesrepublik Deutschland,
- Der Maßstabsfaktor des Mittelmeridians beträgt 0,9996,
- Die Abszissenachse erhält den Ordinatenwert 500 000 m,
- Die Ordinate wird als Ostwert E (East), die Abszisse als Nordwert N (North) bezeichnet. Dem Ostwert wird die Zonenkennzahl vorangestellt.
- Gültigkeit des Systems in Europa von 0° (Äquator) bis 84° nördlicher Breite.

UTM-Abbildung

Veröffentlichungen

Hooijberg, Marten, 1997:
Practical Geodesy, Springer Verlag Berlin / Heidelberg / New York, Seiten 81-84.

Krüger, L., 1912:
Konforme Abbildung des Erdellipsoides in der Ebene, B.G. Teubner Verlag Leipzig, Seiten 11-22.

©2014 Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland  -  Letzte Änderung: 24.01.2014